Mit einem weichen, leicht feuchten Tuch reinigen und anschliessend gründlich trocknen. Säurehaltige oder scheuernde Produkte sowie aggressive Reinigungsmittel vermeiden, da diese die polierte Oberfläche beeinträchtigen können. Bei Bedarf ausschliesslich milde, pH-neutrale und für Naturstein geeignete Reinigungsmittel verwenden. Längeren Kontakt mit Flüssigkeiten vermeiden. Natürliche Zeichnungen, Maserungen und Farbnuancen sind charakteristische Merkmale des Steins.
Verde Alpi stammt aus dem Aostatal in den italienischen Westalpen, wo der Stein in Höhenlagen von über 1.000 Metern abgebaut wird. Obwohl Verde Alpi traditionell als Marmor bezeichnet wird, handelt es sich geologisch um einen Serpentinit. Sein tiefes Flaschengrün wird von weissen bis hellgrauen Calcitadern, Bruchlinien und mineralischen Strukturen durchzogen. Dadurch reicht sein Erscheinungsbild von ruhigeren Flächen bis hin zu stark brekzienartigen Partien innerhalb desselben Steins.
Seine geologischen Ursprünge liegen in Gesteinen, die einst Teil eines urzeitlichen Meeresbodens waren. Als tektonische Platten aufeinandertrafen und sich die Alpen zu formen begannen, wurden Fragmente dieses ozeanischen Materials nach oben gedrückt und unter enormem Druck zu Serpentinit umgewandelt. Die Entstehung der Gebirgskette führte zu Brüchen und Faltungen im Gestein, während calcitreiche Flüssigkeiten später in den entstandenen Zwischenräumen kristallisierten. Die hellen Strukturen, die Verde Alpi heute durchziehen, sind das Ergebnis dieser aufeinanderfolgenden geologischen Prozesse.
Verde Alpi findet Verwendung in Architektur, Interieurs, Möbeln und skulpturalem Design. Je nachdem, wie der Stein geschnitten wird, verändert sich sein Erscheinungsbild deutlich: Während einzelne Bereiche von nahezu ununterbrochenem Dunkelgrün geprägt sein können, zeigen andere breite Calcitadern und fragmentierte Strukturen. Diese Unterschiede sind nicht rein dekorativ, sondern machen die geologischen Kräfte sichtbar, die einst ozeanisches Gestein in jenen Stein verwandelten, der heute hoch in den italienischen Alpen abgebaut wird.